Die Enttäuschung in Dortmund war am Ende groß. Nachdem man zur Winterpause noch vor den Bayern führte und souveräner Herbstmeister wurde, verlor man hinten raus doch noch den Meisterschaftskampf. Das soll sich dieses Jahr ändern. Und so stellten Watzke und Zorc ihr Team neu auf, um in dieser Saison endlich die Dominanz der Münchener zu brechen.

Transfers

Der BVB gehörte zu den aktivsten Mannschaften auf dem Transfermarkt und holte für insgesamt 127,5 Millionen Euro neue Spieler. Thorgan Hazard und Julian Brand sollen die Variabilität der Offensive erhöhen und insgesamt das Team auch weniger verletzungsanfällig machen. Dabei kann besonders die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers Brand als Coup bezeichnet werden, da an diesem angeblich auch die Bayern interessiert waren.

Neben diesen Additionen für die Offensive wurde die Defensive verstärkt. Nico Schulz, der aus Hoffenheim kam, soll dem BVB auf der wichtigen Außenverteidiger-Position helfen und dabei vor allem mehr Stabilität bringen. Als Königstransfer für die Defensive kann aber Mats Hummels gelten. Der Ex-Bayernspieler soll mit seiner Erfahrung das Team in schwierigen Phasen stabilisieren. Außerdem zeigte er in der Rückrunde, dass er noch genug Qualität hat, um nahezu jede Mannschaft spielerisch weiterzubringen.

Der Trainer

Auf der Trainerbank gab es keine Wechsel und doch muss sich Favre nun beweisen. Borussia Dortmund spielte über weite Teile der Saison zwar den besten Fußball der Bundesliga, doch als es kritisch wurde, schien er sein Team nicht mehr erreichen zu können. Das war Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker, die nie seine taktischen Fähigkeiten angezweifelt haben, doch dem Schweizer immer wieder vorwerfen, er könne Spieler in schwierigen Situationen nicht besser machen. Das beste Mittel gegen diese Kritik wäre wohl ein Meistertitel.

Fazit

Der BVB steht unter dem Druck, dieses Jahr die Meisterschaft zu holen. Die Spieler haben dafür auch die nötige Qualität, ob es ihnen gelingt, hängt einerseits damit zusammen, wie sie mit dem Druck klar kommen, und andererseits damit, wie sehr Coutinho in München einschlägt.