Der wohl am meisten gehasste Verein in Deutschland ist RB Leipzig. Nach der Übernahme des Startrechts des SSV Markranstädt aus der Oberliga gelang dem Leipziger Red Bull-Projekt ein weitestgehender Durchmarsch in die erste Liga. Dabei bewegte sich der Verein jedoch oft in den Grauzonen des Fußballregelwerks und ging teilweise sicherlich darüber hinaus. Das und die nicht wirklich typische Vereinsstruktur machen das Red-Bull-Projekt zu dem erklärten Hassobjekt der meisten Fußball-Fans in Deutschland und dennoch gehört der Klub zu den Favoriten auf die deutsche Meisterschaft.

Transfers

Bei Transferausgaben von insgesamt 55,5 Millionen Euro blieben die Leipziger ihrem Konzept treu und holten hauptsächlich junge Spieler mit Perspektive. Dabei war Rückkehrer Ademola Lookmann der teuerste Neuzugang. Die Leipziger hoffen, dass der junge Brite den Eindruck, den er bei seinem ersten Aufenthalt in Leipzig erzeugt hat, bestätigen kann. Dann wäre er eine Verstärkung für die sowieso starke Offensive. Diese wurde zudem mit Hannes Wolf vom österreichischen Red-Bull-Klub Salzburg und Patrick Schick, der in letzter Sekunde auf Leihbasis verpfichtet wurde, verstärkt. Dabei kann man gerade bei Letzterem gespannt sein, was er beitragen kann, da er schon lange Stammspieler in Italien war.

Im Mittelfeld gelang den Leipzigern ein kleiner Coup, als sie den Parisern ihr Mittelfeld-Juwel Nkunku abluchsen konnten. In Leipzig hofft man nun, dass der hochbegabte Mittelfeldspieler seinen endgültigen Durchbruch schafft. In der Defensive holte man zwei talentierte AchtzehnJährige mit dem Briten Ampadu und dem Brasilianer Cândido. Insgesamt ist das Team also noch jünger und breiter geworden.

Der Trainer

Der wichtigste Transfer dürfte auf der Trainerbank stattgefunden haben, auf der Ralf Rangnick von Julian Nagelsmann beerbt wird. Nagelsmann möchte nach seinen Erfolgen in Hoffenheim den nächsten Schritt machen und zeigen, dass er ein Trainer ist, mit dem man Titel gewinnen kann. Leipzig bietet ihm dazu alle Mittel. Schaffen es die Spieler, seine Spielphilosophie zu beherzigen, könnte der charismatische Coach hier seinen endgültigen Durchbruch feiern.

Fazit

Leipzig bietet ein junges und erfolgshungriges Team, schwächeln Dortmund und die Bayern, ist die Meisterschaft drin.