Transfers sind im modernen Fußball ein immer wichtigeres Thema. Zuletzt hat der nicht geglückte Transfer von Neymar zum FC Barcelona die Fußballwelt in Atem gehalten. Doch wie sind eigentlich die genauen Regeln für Transfers in der Bundesliga?

Wieso Transfers?

Spieler dürfen während der Vertragslaufzeit ihres aktuell gültigen Arbeitsvetrags mit einem Verein nur wechseln, wenn der Verein der Auflösung des bisherigen Vertrages zustimmt. In der Regel geschieht dies aber nicht kostenfrei, denn Klubs müssen die Möglichkeit haben, einen adäquaten Ersatz für den wechselnden Spieler zu finden. Der aufnehmende Verein zahlt deshalb dem abgebenden eine sogenannte Ablösesumme.

Wann können Mannschaften Transfers durchführen?

Die FIFA schreibt vor, dass Transfers nur in zwei von den Verbänden zu definierenden Transferfenstern stattfinden dürfen. Seit der Saison 2003/04 sind die Transferfenster in der Bundesliga vom 1. Juli bis 31. August und vom 1. Januar bis 31. Januar. Transfers müssen dementsprechend bis spätestens 18 Uhr des letzten Tages des Transferfensters bei der DFL gemeldet werden. Dabei müssen die nötigen Registrierungsanträge und die vollständigen Vertragsunterlagen vorgelegt werden. Dies geschieht über das online basierte Transfer-Online-Registrierungssystem, kurz Tor. Dieses System existiert seit der Saison 2015/16 und steht allen Erst- und Zweitligisten in Deutschland zur Verfügung. Die Vereine sind durch die DFL-Statuten dazu verpflichtet, das System zu nutzen.

Leihen

Neben festen Wechseln haben Vereine auch die Möglichkeit, sich Spieler eines anderen Vereins auszuleihen. Dabei profitiert der annehmende Verein von einem oft günstigeren Spieler und der abgebende Verein spart Gehälter und kann jungen Spielern mehr Spielzeit ermöglichen. Damit eine Leihe zustande kommt, müssen der Spieler und die beteiligten Vereine eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnen. Bezüglich der Dauer einer Leihe existieren feste Regeln. So muss eine Leihe mindestens so lang sein wie der Abstand zwischen zwei Transferfenstern. Zudem muss bei dem ausleihenden Verein ein Vertrag bestehen, dessen Dauer über die Dauer der Leihe hinausgeht.

Fazit

Transfers unterliegen in Deutschland klaren Regeln, die allen Parteien dabei helfen, geregelte Spielerwechsel durchzuführen.